Klinik für Gefäßchirurgie - Leistungen

Wir bieten die stadiengerechte Diagnostik der Durchblutungsstörung an. Als erster Schritt sind hier die Anamnese und nicht-invasive Untersuchungsmethoden wie der Ultraschall zu nennen. In frühen Stadien der Erkrankungen sind konservative Maßnahmen wie die Einstellung der Risikofaktoren, medikamentöse Therapie und das Gehtraining zu nennen. Durch das Gehtraining kann der Körper selber Umgehungskreisläufe bilden (sog. Kollateralen), so dass ein Gefäßverschluss auch ohne invasive Maßnahmen behandelt wird.
In fortgeschrittenen Stadien bieten wir interventionelle Verfahren und operative Verfahren zur Behandlung der pAVK an. Welche Methode im Einzelfall zur Anwendung kommt, wird individuell interdisziplinär und mit dem Patienten entschieden.
Wenn der normale Durchmesser einer Arterie um mehr als das 1,5fache vergrößert ist, spricht man von einem Aneurysma. Der Begriff Aneurysma steht für die krankhaften Erweiterung der Arterie. Behandelt werden muss aber nicht jedes Aneurysma, denn das Risiko eines Aufplatzens (Ruptur) des Aneurysma hängt vom Durchmesser ab. Bauchaortenaneurysmen sollten ab einem Durchmesser von 5,5cm, bei schnellem Wachstum oder Beschwerden behandelt werden. Kleinere Aneurysmen werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Hier ist das Risiko der Ruptur sehr gering, so dass die Operation nicht gerechtfertigt ist. 
Auch für die Behandlung des Aneurysma stehen endovaskuläre und offene Verfahren zu Verfügung. Beides bieten wir an und entscheiden in Abhängigkeit von der Form des Aneurysmas und weiteren Faktoren wie beispielsweise dem Alter oder Begleiterkrankungen, welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist.
Der Magen-Darm-Trakt kann auch akut oder chronisch von einer Durchblutungsstörung betroffen sein. Ein akuter Gefäßverschluss führt meist zu starken Schmerzen, während chronische Verschlüsse typischerweise Schmerzen nach der Mahlzeit verursachen. Allerdings sind die Beschwerden nicht immer eindeutig und die Erkrankung kann - insbesondere bei chronischen Veränderungen - lange ohne Symptome bleiben. Bei dem Verdacht einer Durchblutungsstörung ist es aber wichtig - ähnlich wie bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall - sehr rasch zu handeln. Die umgehende Diagnostik und Therapie ist hier entscheidend für den Behandlungserfolg. Auch auf diesem Gebiet ergänzen sich endovaskuläre und offen-chirurgische Behandlungsmethoden. Die Behandlung dieser Patienten erfolgt interdisziplinär mit den Kollegen der Radiologie, Inneren Medizin und Allgemeinchirurgie.
Die Halsschlagadern sind die Hauptarterien im Hals, die das Gehirn mit Blut versorgen. Verkalkungen oder Plaques können auch in den hirnversorgenden Arterien auftreten und zur Bildung von Blutgerinnseln führen, die dann abbrechen können und zum Gehirn wandern, was zu einem leichten oder größeren Schlaganfall führen kann. Die Verengung der Halsschlagader ist für bis zu einem Drittel aller Schlaganfälle verantwortlich. Wenn Symptome eines Schlaganfalles auftreten, werden im Rahmen der Ursachenabklärung auch die Halsgefäße untersucht. Bestätigt sich hier die Verengung als Ursache, ist die operative Behandlung der Engstelle in den meisten Fällen indiziert. In Abhängigkeit von der Lokalisation der Verengung können auch hier endovaskuläre Verfahren wie eine Stentangioplastie angewendet werden. Asymptomatische Engstellen werden dann behandelt, wenn sie sehr hochgradig sind und das Risiko für einen Schlaganfall erhöht erscheint.
Zusammen mit der Klinik für Neurologie und der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin bieten wir Ihnen die indizierte Diagnostik und Therapie an.
Der diabetische Fuß ist eine Folgeerkrankung des Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt. Als Langzeitfolge des Diabetes treten Schädigungen der Blutgefäße, Nerven oder auch der Nieren auf. Diese Langzeitfolgen können zu Gefühlsstörungen an der Haut führen und die Durchblutung, insbesondere in den Beinen, verschlechtern. Aufgrund der Schädigung der peripheren Fußnerven werden Schmerzen nicht mehr wahrgenommen. Die Folge ist, dass (kleine) Verletzungen nicht gefühlt werden und sehr schnell Entzündungen entstehen. Durch die Schädigung der Blutgefäße heilen Wunden nur schlecht. Auch heutzutage werden zahlreiche Amputationen aufgrund des diabetischen Fußsyndromes durchgeführt.

Wichtig ist hier eine interdisziplinäre Behandlung der beteiligten Ärzte (Hausarzt/Internist/Diabetologe/Gefäßmediziner), um den Diabetes gut einzustellen, die Komplikationen des Diabetes frühzeitig zu erkennen und Amputationen zu vermeiden.
Venen transportieren das Blut aus dem Körper zurück zum Herzen. Erkrankungen des Venensystems betreffen vor allem die Beine und können das oberflächliche als auch das tiefe Venensystem betreffen.
Wir bieten Ihnen die moderne Diagnostik des Venensystems an. In aller Regel kann die Diagnostik durch klinische Untersuchung und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden. Diese Diagnostik wird bei speziellen Fragestellungen durch weitere Untersuchungen ergänzt.
Die Therapie umfasst die Behandlung oberflächlicher Krampfadern, akuter und chronischer Erkrankungen des tiefen Venensystemes. Hierzu zählen ebenfalls moderne endovaskuläre Verfahren wie z.B. die Laserablation von Krampfadern als auch operative Verfahren und konservative Behandlungsverfahren.
Patienten mit einer fortgeschrittenen Nierenschwäche benötigen eine regelmäßige Entgiftung. Für die meisten Patienten wird dies durch eine Blutwäsche (Hämodialyse) durchgeführt. Hierzu ist ein Gefäßzugang erforderlich. Durch einen kleinen operativen Eingriff kann eine Kurzschlussverbindung (Shunt) zwischen einer Arterie und einer Vene hergestellt werden. Dies führt zu einer Zunahme des Blutflusses über die Vene. Diese erweitert und verdickt sich, so dass die Vene regelmäßig zur Dialyse genutzt werden kann.
Wir bieten Ihnen die Diagnostik, Operation und besprechen mit Ihnen und dem behandelnden Dialysezentrum welcher Shunt am besten geeignet ist. Oder nutzen einen Dialysekatheter, wenn eine Shuntanlage nicht sinnvoll ist. Außerdem stehen wir Ihnen bei akuten Problemen mit Ihrem Dialysezugang jederzeit zur Verfügung.

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