Klinik für Gefäßchirurgie - Kliniknews

Neuer Chefarzt für Gefäßchirurgie am Rhein-Maas Klinikum

Ab dem 1. Juli 2019 ist Prof. Dr. med. Jochen Grommes neuer Chefarzt der eigenständigen Klinik für Gefäßchirurgie am Rhein-Maas Klinikum. Hier werden alle arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen mit Ausnahme der herznahen und intrakraniellen Gefäße behandelt.

Zu den arteriellen Gefäßerkrankungen zählen zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Beine, Aneurysmen der Aorta (Hauptschlagader) oder anderer Gefäßabschnitte, aber auch Engstellen der Halsschlagader, die einen Schlaganfall verursacht haben oder verursachen könnten. Zu den venösen Erkrankungen zählen nicht nur Krampfadern, sondern auch akute und chronische Veränderungen (Pathologien) des tiefen Venensystems. Die Therapie von Gefäßpatienten erfolgt in enger Kooperation mit den anderen Fachkliniken im Rhein-Maas Klinikum – insbesondere mit Radiologie, Neurologie sowie Kardiologie und Nephrologie.

Schwerpunkte der interdisziplinären Klinik für Gefäßchirurgie
Die Klinik für Gefäßchirurgie versorgt Patienten rund um die Uhr. Dies ist unabdingbar für die notfallmäßige Behandlung von akuten Gefäßverschlüssen oder der lebensbedrohlichen Ruptur – dem Riss – eines Aneurysmas. „Die Behandlungsmöglichkeiten in der Gefäßmedizin haben sich in den letzten Jahren deutlich erweitert. Neue endovaskuläre Techniken ermöglichen es, Patienten schonender zu therapieren. Endovaskulär bedeutet, dass die  Gefäßintervention innerhalb des Gefäßes durchgeführt wird und das Blutgefäß meist nur punktiert werden muss. An der Haut sieht man später nur einen millimetergroßen Schnitt“, erläutert Prof. Dr. med. Jochen Grommes. „Die Entscheidung für eine offene Operation oder eine endovaskuläre Intervention treffen wir individuell und interdisziplinär. Hierdurch bieten wir dem Patienten eine maßgeschneiderte Therapie.“

Neben der Behandlung von arteriellen Gefäßerkrankungen wie Aortenaneurysmen oder der peripheren Verschlusskrankheit ist die Shuntchirurgie (Zugangschirurgie) ein weiterer Schwerpunkt der Klinik für Gefäßchirurgie. Menschen mit schwerer Nierenfunktionsstörung benötigen eine Blutwäsche (Dialyse). Hierzu stellt der Gefäßchirurg eine Verbindung zwischen einer oberflächlichen Vene und der Schlagader her, verwendet hierzu eine Kunststoffprothese oder implantiert einen Katheter zur Dialyse. Diese Eingriffe werden auch im Rhein-Maas Klinikum angeboten. Die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms stellt einen weiteren Schwerpunkt in der Gefäßchirurgie dar.

Zur Therapie von Krampfadern stehen neben der klassischen offenen Operation auch moderne endovaskuläre Verfahren wie die Laserablation zur Verfügung. An venösen Erkrankungen werden aber auch akute und chronische Erkrankungen des tiefen Venensystems behandelt. Insbesondere Verschlüsse tiefer Venen können heutzutage auch endovaskulär therapiert werden.
 
Zur Person
Prof. Dr. med. Jochen Grommes ist in Prüm geboren und hat in Aachen, Basel und Mönchengladbach studiert. Er ist Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und anerkannter endovaskulär-chirurgischer Spezialist. Im Rahmen seiner Tätigkeit an der RWTH Aachen hat er sich wissenschaftlich intensiv mit Gefäßerkrankungen und Organkomplikationen bei Gefäßeingriffen beschäftigt, zahlreiche Publikationen erstellt und mehrere wissenschaftliche Preise erhalten. Seine Freizeit widmet er der Familie oder hält sich körperlich mit Laufen und Radfahren fit.

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