Die dreijährige Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten erfolgt nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Ausbildungsordnung für MFA. Sie befähigt zur Mitarbeit in Arztpraxen, Medizinischen Versorgungszentren sowie weiteren ambulanten und teilweise stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens.
Im Mittelpunkt der Aufgabengebiete stehen die Organisation und Koordination von Behandlungsabläufen sowie die Betreuung der Patientinnen und Patienten. Dazu gehören insbesondere die administrative Aufnahme ambulanter Patientinnen und Patienten im Diagnostik- und Behandlungszentrum, die Dokumentation und Archivierung von Unterlagen sowie das Terminmanagement in enger Zusammenarbeit mit den ärztlichen Sekretariaten, Funktionsbereichen und Stationen.
Darüber hinaus umfasst die Tätigkeit die Planung und Organisation diagnostischer Maßnahmen und operativer Vorbereitungen, die Durchführung von Blutentnahmen nach ärztlicher Anordnung sowie die Assistenz bei diagnostischen und therapeutischen Verfahren. Die umfassende Betreuung und Beratung der Patientinnen und Patienten vor, während und nach der Behandlung stellen einen weiteren zentralen Bestandteil des Berufsbildes dar.
Die Ausbildung schließt mit einer gestreckten Abschlussprüfung (Teil 1 und Teil 2) ab.
Theoretische Ausbildung
Die theoretische Ausbildung erfolgt in der Berufsschule
Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg.
Im Verlauf der Ausbildung werden u. a. folgende Inhalte vermittelt:
- Organisation und Verwaltung von Praxisabläufen
- Assistenz bei Diagnostik und Therapie
- Patientenbetreuung und -beratung
- Hygienemaßnahmen und Infektionsschutz
- Abrechnung von Leistungen (EBM, GOÄ)
- Qualitätsmanagement
- Rechtliche Grundlagen (z. B. Schweigepflicht, Datenschutz)
Praktische Ausbildung
Die praktische Ausbildung erfolgt unter fachkundiger Anleitung in unserem Krankenhaus.
Typische Einsatzgebiete
- Anmeldung und Patientenempfang (z.B. Sichtung der Patientenunterlagen und Prüfung auf Vollständigkeit sowie ggf. Anforderung fehlender Unterlagen von extern)
- Sprechstundenassistenz (z. B. eigenständige Terminierung und Organisation von Untersuchungen (Röntgen, CT, MRT), Befundanforderungen und Erfassung/Übertragung in den Arztbrief)
- Erstellung von Verordnungen und Rezepten, Organisation von Hilfsmitteln samt Erläuterungen und Einweisungen der Patienten und nach ärztlicher Anordnung
- Eigenständige Einholung von Informationen bezüglich der ausstehenden Patientenversorgung
- Informationsweitergabe an entsprechende Bereiche und Stationen unter Berücksichtigung der Datenschutzverordnung
- Pflege und Versorgung der Patienten; inkl. digitaler Dokumentation
- Durchführung von septischen/aseptische Verbandswechsel mit phasengerechter Wundtherapie nach Anordnung durch den Arzt
- Verbandswechsel, Faden-/Klammerzug, Entfernung von Manovac- und/oder Redondrainagen bzw. Tamponaden nach Anordnung des Arztes
- Gipse entfernen unter Wahrung von Sicherheitsrichtlinien, Anlegen des Gipses inklusive notwendiger Korrekturmaßnahmen mit Beachtung der Druckentlastung sowie Information der Patienten über die Risiken und resultierender notfallmäßigen Wiedervorstellungen
- Unterstützung der Patienten beim An- und Auskleiden sowie bei Lagerung der verletzten Körperregionen
- Schmerzarmes Anziehen bzw. Hilfestellungen geben beim Anziehen von Kompressionsstrümpfen unter Berücksichtigung eventueller Verletzungen an entsprechender Extremität
- Diagnostik (z. B. Blutabnahme, EKG, Labor, i.v. Zugänge legen nach ärztlicher Anordnung)
- Behandlungsassistenz (z.B. Unterstützung bei Verbänden, Gipsanlagen, Fäden ziehen)
- Verwaltung (z. B. Kontrolle der jeweiligen abrechnungsrelevanten Überweisungsscheine, entsprechend der Ermächtigung der Chefärzte sämtlicher Abteilungen
- Korrespondenz mit externen Partnern (niedergelassene Ärzte, Sanitätshäuser, etc.)
- Beratung, Förderung und Unterstützung des Patienten und deren Angehörigen im Umgang mit seiner Gesundheit und Krankheit
- Praxisorganisation
Mögliche Fachrichtungen
- Allgemein Chirurgie
- Innere Medizin
- Wirbelsäulenchirurgie
- Plastische Chirurgie
- Unfallchirurgie inkl. BG-Fälle
- Gefäßchirurgie
- Anästhesie
- Neurologie
- Kardiologie
- Pulmologie
- Schmerztherapie
- Radiologie
Ausbildungsstart
1. August
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