Internationale Gäste informieren sich über Rehabilitation und moderne Krankenhausstrukturen.
Das Rhein-Maas Klinikum (RMK) hat eine Delegation aus der Ukraine, begleitet durch die StädteRegion Aachen, zu einem fachlichen Austausch empfangen. Im Mittelpunkt des Besuchs aus der ukrainischen Partnerregion Lemberg (Lwiw) standen Einblicke in die medizinischen und organisatorischen Strukturen des Krankenhauses sowie der Austausch über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Gesundheitswesen – insbesondere in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die damit verbundene notwendige Rehabilitationsversorgung. Die Delegation setzte sich aus dem stellvertretenden Landrat des Kreises Lwiw, einem Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie dem Bürgermeister und dem stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Welykyj Ljubin zusammen (Kovalskyi Andrii, Pleyzor Vladyslav, Fabryha Yosyf und Stakhiv Pavlo).
Begleitet wurde die Delegation von Mitgliedern der Betriebsleitung des Rhein-Maas Klinikums: Geschäftsführer Dirk Offermann, Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Georg Mühlenbruch sowie Pflegedirektorin Beata Fucz-Nowak führten die Gäste durch verschiedene Bereiche des Hauses und standen für Gespräche zur Verfügung.
Besonderes Interesse zeigten die Besucherinnen und Besucher an der Geriatrie und der angeschlossenen Rehabilitation, die mit ihrem umfassenden Versorgungsangebot zu den größten geriatrischen Einrichtungen im Rheinland zählt und sich aktuell im weiteren Wachstum befindet. Die Chefärztin der Geriatrie, Dr. F. Haddadi und die stellvertretende pflegerische Teamleitung, Pierre Krause, informierten die Delegation über die interdisziplinäre Behandlung älterer Patientinnen und Patienten sowie über die enge Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen. Hintergrund ist die aktuelle Situation in der Ukraine: Aufgrund des Krieges gibt es in der Gemeinde Welykyj Ljubin viele Kriegsverletzte, die versorgt und rehabilitiert werden müssen. Daher sind der Aufbau und die Weiterentwicklung entsprechender Strukturen von zentraler Bedeutung. Obwohl sich die Arbeitsschwerpunkte in der geriatrischen Rehabilitation und der Rehabilitation von Kriegsverletzten unterscheiden, bestehen dennoch Parallelen, insbesondere in den Abläufen sowie in der interdisziplinären und psychosomatischen Begleitung der Patientinnen und Patienten. Diese Einblicke waren für die Delegation besonders wertvoll.
Der Besuch unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperationen im Gesundheitswesen. Der fachliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Ukraine wurde von beiden Seiten als wertvolle Gelegenheit wahrgenommen, Erfahrungen zu teilen und Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit zu gewinnen.
Bildunterschrift:
Der Rundgang führte die Delegation auch auf den Hubschrauberlandeplatz des Klinikums. Von dort aus bot sich nicht nur ein beeindruckender Blick über die Region, sondern auch die Gelegenheit für ein gemeinsames Erinnerungsfoto.
© RMK/T. Jansen