Das Rhein-Maas Klinikum (RMK) und das Krankenhaus Jülich intensivieren ihre Zusammenarbeit in der neurologischen Versorgung. Eine entsprechende Vereinbarung ermöglicht künftig eine noch engere fachliche Kooperation beider Häuser. Ziel ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit neurologischen Erkrankungen weiter zu verbessern und insbesondere bei komplexen neurologischen Notfällen schnell die passende Behandlung sicherzustellen.
Im Rahmen der Kooperation übernimmt das Rhein-Maas Klinikum die neurologische Konsiliarversorgung für das Krankenhaus Jülich. Diese erfolgt durch regelmäßige fachärztliche Visiten, darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit in der Notfallversorgung neu organisiert und digitale Schnittstellen zwischen beiden Krankenhäusern entsprechend angepasst.
Insbesondere Patientinnen und Patienten mit komplexen neurologischen Notfällen, etwa bei Verdacht auf einen Schlaganfall oder anderen akuten neurologischen Krankheitsbildern, können nun noch gezielter und schneller in die spezialisierte Versorgung des Rhein-Maas Klinikums übergeleitet werden. Die überregional zertifizierte Stroke Unit des Würselener Krankenhauses gehört zu den wenigen Kliniken in der Region zwischen Aachen, Mönchengladbach, Köln und Düsseldorf, die eine vollumfängliche Schlaganfallversorgung 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, anbieten.
„Mit dieser Kooperation bündeln wir die neurologische Expertise beider Häuser und schaffen klare Versorgungswege für Patientinnen und Patienten mit komplexen neurologischen Erkrankungen. Gerade im Notfall zählt jede Minute. Durch die engere Zusammenarbeit können wir unsere Kompetenzen noch effektiver zum Wohl der Menschen in der Region einsetzen“, sagt Prof. Dr. med. Christoph Kosinski, Chefarzt der Neurologie am RMK.
Auch die Weiterbildung der medizinischen Teams ist Bestandteil der Vereinbarung. Neurologinnen und Neurologen des RMKs werden sich künftig regelmäßig an Fortbildungsangeboten im Krankenhaus Jülich beteiligen und dort ihr Fachwissen insbesondere zu neurologischen Notfällen weitergeben.
Dr. med. Christoph Walter, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Jülich, begrüßt die vertiefte Zusammenarbeit: „Die neue Kooperation stärkt die medizinische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten nachhaltig. Durch den direkten Zugang zur neurologischen Expertise des Rhein-Maas Klinikums können wir insbesondere in komplexen Fällen noch schneller die richtigen Entscheidungen treffen und die bestmögliche Behandlung gewährleisten.“
Beide Krankenhäuser sehen in der Kooperation einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung. Die enge Vernetzung medizinischer Kompetenzen ermögliche eine hochwertige und wohnortnahe Versorgung sowie kurze Wege für Patientinnen und Patienten.
Bildunterschrift:
Freuen sich über die engere Zusammenarbeit (v.l.n.r.): RMK-Geschäftsführer Dirk Offermann, Dr. med. Christoph Walter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin am KH Jülich, Prof. Dr. med. Christoph Kosinski, Chefarzt der Neurologie am RMK sowie Geschäftsführer Stefan Kück (KH Jülich).