Pflegeschule - Ausbildung

Die dreijährige Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin / zum Operationstechnischen Assistenten erfolgt nach der DKG-Empfehlung zur Ausbildung und Prüfung von Assistenten. Sie befähigt zur verantwortlichen Mitwirkung im Operationsdienst, in der Notfallaufnahme, in der Endoskopie, in der Zentralsterilisation und in anderen diagnostischen und therapeutischen Funktionsbereichen. Im Mittelpunkt der Aufgabengebiete stehen die Mithilfe bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Maßnahmen der medizinischen Diagnostik und Therapie sowie die umfassende Betreuung der Patientinnen und Patienten in den jeweiligen beruflichen Handlungsgebieten.

Die Ausbildung schließt mit einer schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung ab.

Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung erfolgt in den Räumlichkeiten der OTA-Schule Aachen e. V.,

des Franziska Schervier Schul- und Bildungszentrums in Stolberg und der Medical School academia chirurgica GmbH in Düsseldorf.

Im Blocksystem werden 1.600 Stunden Theorie vermittelt:
  • Kernaufgaben der OTA
  • Spezielle Aufgaben der OTA
  • Ausbildungs- und Berufssituationen von OTA
  • Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen
Praktische Ausbildung

Die mindestens 3.000 Stunden umfassende praktische Ausbildung findet unter fachkundiger Anleitung im Medizinischen Zentrum StädteRegion Aachen GmbH in den Betriebsteilen Marienhöhe und Bardenberg statt.

Obligatorische Einsatzgebiete
  • Viszerale Chirurgie
  • Traumatologie oder Orthopädie
  • Gynäkologie oder Urologie
Optionale Einsatzgebiete
  • Gefäßchirurgie
  • Augenchirurgie
  • HNO
  • Thoraxchirurgie
  • Neurochirurgie
Weitere Einsatzgebiete
  • Ambulanz / Notfallaufnahme
  • Zentralsterilisation
  • Endoskopie
  • Anästhesie
  • Pflegepraktikum auf einer Station eines chirurgischen Fachgebietes
Ausbildungsstart

1. November
Theoretische Ausbildung

Die Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung umfasst mindestens 2.100 Unterrichtsstunden. Die theoretische Ausbildung beginnt mit einem Einführungsblock.

Danach wird die weitere theoretische Ausbildung im Blocksystem durchgeführt. In den Blockwochen werden in den drei Ausbildungsjahren folgende Themenbereiche unterrichtet:
  • Pflegesituationen bei Menschen aller Altersgruppen erkennen, erfassen und bewerten
  • Pflegemaßnahmen auswählen, durchführen und auswerten <
  • Unterstützung, Beratung und Anleitung in gesundheits- und pflegerelevanten Fragen fachkundig gewährleisten
  • Bei der Entwicklung und Umsetzung von Rehabilitationskonzepten mitwirken und diese in das Pflegehandeln integrieren
  • Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
  • Pflegehandeln an pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen ausrichten
  • Pflegehandeln an Qualitätskriterien, rechtlichen Rahmenbestimmungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
  • Bei der medizinischen Diagnostik und Therapie mitwirken
  • Lebenserhaltende Sofortmaßnahmen einleiten <
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
  • Auf die Entwicklung des Pflegeberufes im gesellschaftlichen Kontext Einfluss nehmen
  • In Gruppen und Teams zusammenarbeiten
Innerhalb dieser Themenbereiche werden jeweils verschiedene fachliche Wissensgrundlagen vermittelt. Die Wissensgrundlagen gliedern sich dabei wie folgt:
  • Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege für jedes Lebensalter sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften: 950 Stunden
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und der Medizin: 500 Stunden
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften: 300 Stunden
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft: 150 Stunden
  • Zur Verteilung auf die Wissensgrundlagen: 200 Stunden
Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt in verschiedenen klinischen und außerklinischen pflegerischen Bereichen/ Einsatzgebieten und beträgt mindestens 2500 Stunden. Dabei gliedert sich die Stundenverteilung wie folgt:

I. Allgemeiner Bereich
  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten in den Fächern Innere Medizin, Geriatrie, Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege: 800 Stunden
  • Gesundheits- und Krankenpflege in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Gebieten: 500 Stunden
II. Differenzierungsbereich

Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in den Fachgebieten Innere Medizin, Chirurgie, Psychiatrie: 700 Stunden
  • Zur Verteilung auf die Bereiche I und II: 500 Stunden
Während der Praxiseinsätze erhalten die Auszubildenden Praxisanleitungen und Praxisbegleitungen durch die Mitarbeiter der Schule und durch pädagogisch weitergebildetes Pflegepersonal (Praxisanleiter/innen, Mentoren/innen).

Ausbildungsstart

April und 1. September
Theoretische Ausbildung

Die theoretische Ausbildung ist in acht Lernbereiche unterteilt:
  • Pflegemaßnahmen in stabilen Pflegesituationen durchführen <
  • Pflegehandeln personenbezogen ausrichten
  • Pflegebegleitende Krankenbeobachtung einschließlich Erkennen unmittelbarer vitaler Gefährdungen durchführen sowie lebenserhaltende Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes einleiten
  • Bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen assistieren <
  • Bei der eigenständigen Lebensführung unterstützen und begleiten
  • Berufliches Selbstverständnis entwickeln und lernen, berufliche Anforderungen zu bewältigen
  • In Gruppen und Teams zusammenarbeiten
  • Pflegehandeln an rechtlichen Rahmenbedingungen sowie wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien ausrichten
Innerhalb dieser Lernbereiche sind vier verschiedene fachliche Wissensgrund-lagen mit einem bestimmten Stundenkontingent zu vermitteln:
  • Kenntnisse der Gesundheits- und Krankenpflege (240 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Naturwissenschaften und Medizin (100 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse der Geistes- und Sozialwissenschaften (70 Stunden)
  • Pflegerelevante Kenntnisse aus Recht, Politik und Wirtschaft (40 Stunden)
50 Stunden können entsprechend der gesetzlichen Grundlage auf die acht Lernbereiche verteilt werden.

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung erfolgt in verschiedenen klinischen pflegerischen Bereichen/Einsatzgebieten und beträgt mindestens 1100 Stunden. Dabei gliedert sich die Stundenverteilung wie folgt:

  • Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz bei Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in konservativen und operativen Bereichen mit 980 Stunden
  • Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz bei Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung (z.B. teilstationäre Einrichtungen, Tageskliniken, ambulante Dienste) mit 120 Stunden
Während der Praxiseinsätze erhalten die Auszubildenden Praxisanleitungen und Praxisbegleitungen durch die Mitarbeiter der Schule und durch pädagogisch weitergebildetes Pflegepersonal (Praxisanleiter/innen, Mentoren/innen).

Ausbildungsstart

April
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