Teilgebiet elektive Endoprothetik

Das Teilgebiet Elektive Endoprothetik

Am Standort Marienhöhe haben Prothesenoperationen an Hüfte und Knie eine lange Tradition. Schon das frühere „Kreiskrankenhaus“ konnte auf diesem Gebiet hervorragende Expertise vorweisen. Innerhalb des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie wurde das Teilgebiet „Elektive Endoprothetik“ gegründet um diese Tradition zukunftsfähig zu machen.

Verschleiß an den großen Gelenken hat über die letzten Jahre immer mehr an Bedeutung gewonnen, umso mehr als erfolgreiche operative Behandlungen Einzug in die Therapie der „Arthrose“ gehalten haben. Arthrose eines Gelenkes entsteht durch „Verbrauch“ des Knorpels, durch Unfälle, entzündliche Gelenkerkrankungen (Rheuma) oder auch durch Erkrankungen mit Durchblutungsstörungen (Hüftkopfnekrose, Sichelzellanämie). Die Bevölkerung wird älter, die Wahrscheinlichkeit, Verschleiß zu erleiden damit größer. Andererseits steigt auch der Bedarf guter und belastbarer Gelenkfunktionen bei Patienten, die noch im Erwerbsleben stehen, die Mobilität und Schmerzfreiheit erfordern.

Ein künstliches Gelenk einzusetzen ist keine Reparatur, auch wenn dies gelegentlich suggeriert wird. Ein solche Operation ist aber eine durchgreifende Hilfe für Menschen, die einen fortgeschrittenen Gelenkschaden haben und ein hiermit verbundenes starkes Leiden. Wenn eigenständige Mobilität, konservative Methoden der Behandlung oder auch gelenkerhaltende Eingriffe nicht mehr für den Patienten ausreichen – dann kann die Entscheidung zum künstlichen Gelenk die Lebensqualität positiv verändern. Ziele der Endoprothetik sind: Schmerzlinderung, Erhalt oder Verbesserung der Mobilität, Verbesserung der alltäglichen Lebensqualität.

Warum „elektiv“?
Der Begriff „elektiv“ bedeutet so viel wie „geplant“, im Gegensatz zu „akut“. Arthrosepatienten sind in der Regel keine Notfallpatienten, man kann sie vorbereiten und planen, man kann zur Verfügung stehende Operationsoptionen abwägen und eine eingehende Beratung vornehmen, denn wie schon angedeutet: die richtige Entscheidung zur OP und realistische Beratung sind Schlüssel zum klinischen Erfolg. Das bedeutet einerseits, dass die Patienten auf gute Operationsbedingungen treffen, andererseits aber auch ein auf den Patienten passendes Setting sowie eine zuwendende Atmosphäre erwartet werden. Um dieser Situation gerecht zu werden, um auch jungen Patienten Vertrauen in die Behandlung zu vermitteln und die Implantate verantwortungsvoll individuell anwenden zu können, stellt die „elektive“ Endoprothetik ein Modul dar, unter den genannten Bedingungen patientengerecht arbeiten zu können.

Das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie ist zertifiziert als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung (EPZ max.) In großer Kollegialität behandelt das Zentrum Patienten mit Arthrose verschiedener Ursachen (elektiv) und Unfallfolgen (akut). Zunehmend in den Vordergrund großer Kliniken tritt die sogenannte Wechselprothetik, die sich mit dem Austausch von Prothesen beschäftigt, oft lösbare aber auch zunehmend schwierige Aufgabe für die beteiligten Zentren.

Die Zertifizierung ist für uns gleichzeitig Auszeichnung wie Ansporn, einen hohen Standard der Versorgung zu bieten und aufrecht zu erhalten. Alle Hauptoperateure sind verpflichtet, sich jährlich fortzubilden und daran mitzuwirken, dass ein hohes Maß an Versorgungsqualität vorgehalten wird, auf die sich der Patient verlassen kann. Wir dürfen versichern, dass wir jederzeit versuchen unseren Auftrag zu erfüllen, eine nach modernen Gesichtspunkten bestmögliche Versorgung mit Endoprothesen für Hüfte und Knie.

Um unnötige Operationen zu vermeiden und dem Patienten Hilfestellung für eine sichere eigene Entscheidungsfindung für oder gegen eine Prothese zu geben, ist es oft sinnvoll eine sogenannte Zweitmeinung einzuholen. Gerne bieten wir eine entsprechende Beratung an.
Top