Als bei Erwin Krönchen die Diagnose Krebs gestellt wird, beginnt für ihn ein langer medizinischer Weg – geprägt von Einschnitten, Rückschlägen und immer neuen Entscheidungen. Heute, mit 83 Jahren, blickt er zurück auf eine Zeit, die ihn gefordert, aber auch eines deutlich gemacht hat: Wie wichtig Vertrauen, transparente Kommunikation und individuelle Betreuung in der Medizin sind.
Bereits 2019 wird bei Erwin Krönchen ein Tumor in der Blase erkannt und diese deshalb vollständig entfernt. Behandelt wird er im Rhein-Maas Klinikum. „Für mich war von Anfang an entscheidend, dass ich verstehe, was mit mir passiert“, sagt Krönchen. „Die Ärzte haben sich Zeit genommen, alles erklärt und keine Frage offengelassen.“ Diese Haltung zieht sich durch den gesamten Behandlungsverlauf.
Als später ein Rückfall der Erkrankung eintritt, wird gemeinsam ein alternatives Therapiekonzept entwickelt. Die Anlage eines künstlichen Darmausgangs, Bestrahlung, Chemotherapie und schließlich eine Immuntherapie durch die Mediziner des Rhein-Maas Klinikums und Michael Bendel, Facharzt für Innere Medizin mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie am MVZ West in Würselen, werden eng aufeinander abgestimmt. „Ich war immer Teil der Entscheidungen“, betont Krönchen. „Das hat mir Sicherheit gegeben.“
Besonders wichtig ist ihm der menschliche Umgang. „Sowohl im Krankenhaus als auch in der Praxis wurde ich nie nur als Patient gesehen, sondern als Mensch“, sagt er. Gespräche nach Operationen, geduldige Erklärungen und eine offene Kommunikation prägen seinen Eindruck. „Ärzte sind hier nicht nur Fachleute – sie hören zu.“
Trotz weiterer gesundheitlicher Herausforderungen, darunter ein Schlaganfall, bleibt Erwin Krönchen aktiv. Spaziergänge, Tennis, Gesang, der Karneval und die Unterstützung durch Familie und Umfeld geben ihm Halt. „Ich setze mir Ziele“, sagt er. „Manchmal kleine, manchmal größere. Aufgeben war nie eine Option.“ Heute blickt er dankbar auf die vergangenen Jahre zurück. Nicht, weil der Weg leicht war – sondern weil er ihn nicht allein gehen musste. „Ich habe gelernt, aktiv zu bleiben. Auch als Patient.“

Erwin Krönchen (2. v. r.) und seine behandelnden Ärzte (v.l.n.r.): Michael Bendel, Dr. Khalid Sayed Ahmed und Prof. Dr. Karsten Junge.
Bild: RMK/T. Jansen